Bulletproof Coffee – Wunderwaffe und Diätrevolution?

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Eine leckere Tasse Kaffee – das brauchen die meisten am morgen. Klar, er ist unser Energieschub und soll uns einen angenehmen Start in den Tag bereiten. Soweit so gut – denkt man! Denn auf einmal schwirrt das Wort „Bulletproof Coffee“ durch die Netzlandschaft. „Kaffee für die wirklich Harten“ – das soll diesen Trend wohl am besten beschreiben.

Und was genau ist jetzt dieser Bulletproof Coffee?

Dave Asprey, Unternehmer aus dem Silicon Valley, gilt als „Begründer“ des wohl härtesten Kaffees der Welt. Laut seinen Aussagen hat er mit dem Bulletproof Coffee wohl auch mehr als 40kg abgenommen.

Bulletproof Coffee: Filterkaffee und jeweils einen Esslöffel Butter und Kokosöl hinzugeben und das ganze einmal durchpürieren.

Mh, wenn dem so ist, scheint diese neue Kaffeeart wohl auch eine Diät-Geheimwaffe zu sein. Entdeckt hat er ihn in Tibet und schwört auf die Wirkung des Kaffees: Pure Energie und Konzentration für den ganzen Tag, und satt machen soll er auch für lange Zeit. Das ist ja alles schön und gut, aber mir stellen sich genau zwei Fragen:

  1. Wie zur Hölle schmeckt dieser Bulletproof Coffee?
  2. Das kann doch nicht funktionieren, oder?

Um den Versuch komm ich nicht herum

Ich will jetzt einfach wissen, wie der „Wunder-Kaffee“ schmeckt. Und ich will wissen, was er kann! Ich habe mit Absicht noch nichts gegessen (die 2 Kaffee heute morgen zählen nicht 😉 ) und schaue mal, wie lange ich davon wirklich satt werde, oder ob ich nach kurzer Zeit über meinen Kühlschrank herfalle. Also ran an den Speck bzw. Butter!

Zutaten Bulletproof Coffee - Filterkaffee Butter und Kokosöl

Das gehört alles in einen Bulletproof Coffee

Schon bei den Zutaten wird mir komisch im Bauch. Mal ehrlich, Butter im Kaffee? Das kann einfach nicht schmecken?! Aber ich werde mich mal nicht selber beeinflussen und gaaaanz unvoreingenommen an die Sache rangehen. Also alles rein in den Kaffee, einmal durchpürieren und ab geht’s! Und ja, ich gebe es zu, unpüriert sieht die ganze sehr eigenwillig aus.
zubereitung von bulletproof coffee

So fertig ist er, der Bulletproof Coffee. Zusammengerührt sieht es weniger schlimm aus. Der Kaffee hat eine schöne braune Farbe.

Und wie schmeckt es? EIGENARTIG! Und das ist weniger negativ gemeint, als es klingen mag. Es ist halt nicht mein typischer Kaffee mit etwas H-Milch gemischt. Aber es ist auch nicht so furchtbar, wie ich mir das so am Anfang vorgestellt habe. Was mich aber kirre macht, ist definitiv der Butter-Geschmack im Kaffee. Es ist Geschmacksache, aber für mich gehört die Butter einfach aufs Brot. Auf jeden Fall muss ich meine Lippen die nächsten Tage nicht eincremen ☺

Fazit zur Wunderwaffe Bulletproof Coffee

Also man kann es machen mit dem „Wunder-Kaffee“, aber ich bin immer noch skeptisch, ob das wirklich eine Diät-Wunderwaffe ist. Hunger hab ich minimal, es ist jetzt circa 2,5h her, als ich den Kaffee trank. Ich gebe mir eh noch maximal 30 Minuten, dann muss und werde ich was essen. Und was man nicht vergessen solle, eine Tasse hat auch ca. 400kcal, dass ist nicht wirklich weniger als ein ausgewogenes satt-machendes Frühstück. Wert also damit abnehmen will, dürfte am Tag höchstens 3 Tassen davon trinken. Ob das gesund und lebenserfreuend ist, wag ich zu bezweifeln!

Munter bin ich, dass kann ich nicht abstreiten. Aber bin ich fitter als sonst? Etwas, ja. Und man hält es auch einige Zeit ohne Frühstück aus. Aber das wird mein erster und letzter Bulletproof Coffee bleiben! Das Öl und die fettige Butter in meinem Kaffee – nein, damit kann ich mich nicht anfreunden. Und so hart, wie von den Medien angepriesen, find ich ihn auch nicht. Aber Chapeau Mr. Asprey, die weltweite Werbetrommel hat funktioniert, immerhin kann man den Kaffee mittlerweile völlig überteuert in Kapselform kaufen. Naja..

Und jetzt mach ich mir erstmal eine normale Tasse Kaffee. Cheers!

   Kaffeeblog   September 14, 2014  No Comments

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